FTS – Finanztransaktionssteuer

Seit der weltweiten Finanzkrise ab 2007 wird in Europa intensiv und kontrovers über die Einführung einer Finanztransaktionssteuer diskutiert. Auslöser für diese Diskussion ist der gering besteuerte Finanzsektor, der seit Beginn der Krise mit € 4.600 Milliarden unterstützt werden musste. Als möglichen Ausgleich stellte der Präsident der Europäischen Kommission José Manuel Barroso am 28. September 2011 der EU-Kommission einen Gesetzentwurf zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer innerhalb der EU vor.

Die ersten Vorstöße für eine Finanztransaktionssteuer scheiterten allerdings am Widerstand der Nicht-EURO-Länder Großbritannien und Schweden. Eine Einführung nur für die Eurozone verhinderten Luxemburg und die Niederlande. In seiner Sitzung am 9. Oktober 2012 beschloss der EU-Finanzministerrat die Möglichkeit, die FTS jeweils solitär auf nationaler Ebene einzuführen. Basis hierfür bildet der EU-rechtliche Rahmen einer sogenannten „verstärkten Zusammenarbeit“ von mindestens neun EU-Ländern. Am 22. Januar 2013 beschloss der Rat der EU-Finanz- und Wirtschaftsminister in Brüssel, dass die 11 Befürworterstaaten die Finanztransaktionssteuer einführen dürfen.

Wenn die FTS kommt.

Obwohl generell Konsens über die Einführung der Finanztransaktionssteuer besteht, sollte man genauer hinsehen. Der "Teufel" steckt auch hier im Detail! So ist noch keine einheitliche Regelung darüber getroffen, welche Finanzinstrumente und Transaktionen im Einzelnen besteuert werden sollen. So will Frankreich – zum Schutz der eigenen Banken – verschiedene Derivate von der Steuer ausnehmen. Deutschland versucht so wenige Ausnahmen wie möglich zuzulassen. Auch im Hinblick auf die Steuersätze steht eine Einigung noch aus. 

Für Deutschland hat Bundeskanzlerin Merkel die Position in ihrer Regierungserklärung vom 28.01.2014 klar formuliert: "Die ganze Welt muss die Lektion der Finanzkrise lernen", sagte sie. "Kein Finanzplatz und -akteur darf ohne angemessene Regulierung bleiben." Es soll sich die Erkenntnis durchsetzen, dass „der Staat der Hüter der Ordnung" ist.

Hierauf sollten Institute heute schon achten: 

Auch wenn die Anforderungsdetails noch unklar sind, sollte man schon heute den Blick für FTS schärfen. Sinnvoll ist eine sorgfältige Analyse möglicher betroffener Geschäftsbereiche und Produkte/Transaktionen.

  • Sind IT-Anpassungen notwendig, und wenn ja, welche?
  • Welche Auswirkungen hat die Einführung der FTS auf das bestehende Geschäftsmodell?
  • Warum sollte man sich schon jetzt entsprechend positionieren?

Schnelles Handeln bei kurzem Vorlauf. 

In Zeiten sich stetig verändernder Rahmenbedingungen nimmt die Bedeutung einer ganzheitlichen und integrierten Steuerung einen immer größeren Stellenwert ein. SKS Advisory unterstützt Sie bei der Analyse und Umsetzung aktueller Themen. Wir entwickeln speziell für Sie und Ihre individuellen Herausforderungen passgenauen Lösungen und damit die bestmöglichen Chancen.

Konzeption und Implementierung ganzheitlich aus einer Hand. 

Innerhalb der SKS Group bündeln wir vielfältige Themen- und Fachkompetenzen. Mit unserer langjährigen und einmaligen Konzeptions- und Umsetzungserfahrung bezüglich regulatorischer Anforderungen sind wir in der Lage, Sie in jeder Projektphase optimal zu unterstützen.