Analytical Credit Datasets – Anacredit

Mit den AnaCredit-Meldeanforderungen vom 14.07.2016 sind seit Anfang 2018 dezidierte fachliche und technische Validierungsrückmeldungen der Bundesbank für Stamm- und Kreditdaten von den Instituten auszuwerten. Diese Dateien sind nicht selbsterklärend und lassen sich nicht ohne Dokumentation inhaltlich erschließen.
Viele Institute sehen sich derzeit mit der Herausforderung konfrontiert, im engen Takt des monatlichen Meldeprozesses eine effiziente und zielführende Analyse-Möglichkeit für diese XML-Rückmeldungen zu finden, um das eigentliche Augenmerk auf die Lösung und Abarbeitung der Fehler legen zu können.

Das SKS-Tool ACUT bietet den Instituten eben diese Möglichkeit und ermöglicht den Instituten, dem Datenqualitätsanspruch der Aufseher nachzukommen.

 

Wie arbeitet ACUT?

Einlesen der XML-Dateien

ACUT ist als Excel-AddIn konzipiert. Damit ist es zum einen äußerst anwenderfreundlich und verfügt zum anderen über alle bekannten Excel-Funktionalitäten. Die XML-Rückmeldedateien der Bundesbank werden per Click in das Excel geladen. Dabei zeichnet sich ACUT durch eine sehr gute Ladegeschwindigkeit und stabile Laufzeiten aus.

 

Detail-Ansicht der fachlichen und technischen Validierungsfehler

Mit dem nächsten Click werden sowohl für die fachlichen als auch für die technischen Validierungsfehler Detail-Ansichten aufgebaut. In diesen werden die Informationen der Rückmeldedateien dargestellt. Angereichert werden diese durch konkretisierende Angaben aus den offiziellen Dokumenten der Bundesbank sowie der abgegebenen Meldung. Somit ergibt sich ein umfassendes Bild bezüglich der einzelnen Validierungscodes und Errormessages jeweils für die Stamm- bzw. Kreditdaten in Form von 

  • Fehlerbeschreibung,
  • Validierungsart,
  • CP_ID,
  • TYP_CP_ID,
  • Beschreibung der TYP_CP_ID,
  • Vertragsnummer,
  • Instrumentnummer und
  • Sicherheit.

 

Dokumentation und Wissensspeicher

ACUT bietet zusätzlich die Möglichkeit, die für die Abarbeitung eines Validierungsfehlers notwendigen Schritte direkt am Fehler zu dokumentieren. Die entsprechenden Felder werden von uns auf jedes Institut individuell zugeschnitten, so dass den institutsspezifischen Bedürfnissen bei der Dokumentation Rechnung getragen werden kann. Somit können beispielsweise folgende Inhalte hinterlegt werden:

  • Handlungsanweisungen für die weitere Bearbeitung,
  • Verantwortlicher Ansprechpartner,
  • Priorisierung,
  • Status und/oder
  • weiterführende Anmerkungen.

Damit lassen sich alle Aktivitäten auf die Prozesse und Systeme des Instituts mappen. Alle Einträge werden ab der ersten Meldung gespeichert und in Folgemonaten bei erneutem Auftreten eines bereits bekannten Fehlers automatisch dazu gespielt. Dadurch entwickelt das Institut neben einer revisionssicheren Dokumentation auch einen für alle Mitarbeiter nutzbaren Wissensspeicher.

 

Übersicht über die Häufigkeit des Auftretens einzelner Fehler

Um einen besseren Gesamteindruck des Fehlerbildes zu erhalten, bietet ACUT eine Übersicht an, auf der die absolute Häufigkeit des Auftretens der einzelnen Validierungsfehler dargestellt wird. Des Weiteren wird angegeben, wie sich die Gesamtsumme aller auftretenden Fehler auf die Anzahl an Fehlerarten verteilt. Diese Darstellung bietet die Grundlage für den Aufbau aussagekräftiger Zeitreihen.

 

Aufbau von Zeitreihen

Die in ACUT gespeicherten Daten können im Zeitablauf dargestellt werden. Dadurch kann der Bearbeiter über sämtliche gespeicherte Stichtage hinweg analysieren, wie sich die bislang aufgetretenen Fehler in ihrer Häufigkeit entwickelt haben, wodurch die Wirksamkeit der Fehlerverfolgung geprüft werden kann. Insbesondere neu aufgetretene Fehler werden farblich markiert und sind daher sofort erkennbar. 

Mit nur einem Click ist man so in der Lage, die Entwicklung der Fehler sowohl numerisch als auch graphisch darzustellen und Stichtage miteinander zu vergleichen.

 

Welchen Nutzen bietet ACUT?

Mit Hilfe von ACUT sind berichtspflichtige Institute innerhalb kürzester Zeit in der Lage, sich einen ersten Überblick über ihr Fehlerbild zu verschaffen. ACUT wandelt die zu großen Teilen kryptisch anmutenden XML-Rückmeldedateien in eine lesbare Form um und verarbeitet dabei große Datenmengen schnell, zielführend und damit kostensparend. Die Verarbeitung und Analyse der eingelesenen Daten durch ACUT ist insbesondere dazu geeignet, neue und möglicherweise schwerwiegende Fehler der AnaCredit-Meldungen schnell und zuverlässig zu erkennen.

Darüber hinaus bietet ACUT die Möglichkeit, Handlungsanweisungen und Verantwortlichkeiten zu definieren, zu hinterlegen sowie diese automatisiert auf zukünftige Rückmeldungen anzuwenden und bietet so die Möglichkeit einer revisionssicheren Dokumentation direkt im Tool. 

Damit ist ACUT in der Lage, die üblicherweise knappen personellen Ressourcen zeitlich deutlich zu entlasten, um sie innerhalb des Meldewesens anderweitig optimal zu nutzen, die Datenqualität durch eine schnelle Fehleranalyse und Fehlerbehebung entscheidend zu verbessern und somit die Richtigkeit und Vollständigkeit zukünftiger Meldungen in hohem Maße zu gewährleisten.

ACUT bietet insgesamt einen entscheidenden Mehrwert, um den Datenqualitätsanspruch der Aufsicht einzuhalten und fortzuführen.